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Demenz und Hörschädigung hängen zusammen

Quelle: Dezibel 2-14 Seite 27 – Hand bieten http://www.pro-audito.ch/de/medien-dezibel/

Der Zusammenhang von Demenz und Hörschädigung ist erst wenig bekannt.
Doch eine Studie hat diesen Zusammenhang untersucht. Auch das Netzwerk
Hörbehinderung Bayern (NHB) bemüht sich hier um Aufklärung.

Zusammenhänge und mögliche Folgen einer Hörschädigung auf die Leistungs-
fähigkeit des Gehirns sind erst wenig bekannt. Doch gerade in den letzten
Jahren haben Forscher des John Hopkins Zentrums für Alterung und Gesundheit
in Baltimore Zusammenhänge zwischen der Einschränkung des Hörvermögens
und einem Verfall der Gedächtnisleistung veröffentlicht. Sechs Jahre lang wurde
eine Studie mit knapp 2000 Probanden (ca. 77 Jahre alt) durchgeführt. Bei diesen
Teilnehmern
baute sich die geistige Fähigkeit gegenüber normal Hörenden innerhalb weniger Jahre
um bis zu 41 Prozent schneller ab. Schon bei leichter Schwerhörigkeit der Probanden
haben sich bei einem Viertel der Teilnehmer zusätzliche geistige Beeinträchtigungen
entwickelt.

Die Ursachen für den beschleunigten Verfall des Gehirns sehen die Forscher darin,
dass durch die geringer werdende Anforderung an das Gehirn durch Reizentzug
über das Gehör und die damit verbundene abnehmende soziale Interaktion das
Gehirn aus dem «Training» kommt und darum schneller Leistung abbaut. In
Deutschland tragen etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Hörgerät,
um ihre Höreinschränkung zu kompensieren. Das Netzwerk NHB kritisiert darum,
dass das Thema Schwerhörigkeit im Alter und die daraus resultierenden Risiken
politisch nicht thematisiert würden. Darum wolle man hier Aufklärung betreiben,
um weiteren Problemen und steigenden Kosten für die Betreuung vorzeitig dement
werdender Mitmenschen vorzubeugen. (Tinnitus-Forum/dez).

 

 

HdO oder IdO?

 

Ob IdO oder HdO hängt davon ab, was für ein Hörgerät und welche Stärke gewünscht wird.
Meistens sind die IdO-Geräte nicht so stark. Es gibt allerdings mittlerweile Ausnahmen.

Diese Frage muss man sich am Anfang aber noch gar nicht stellen. Denn zuerst ist der Besuch des
Akustikers nötig, wo man beraten wird und unterschiedliche Modelle sogar testen kann.

Der äussere Aspekt sollte zunächst einmal eine geringere Rolle spielen als die Funktionalität
des Hörgeräts, wobei heute schon viele Farben und Formen den Geschmack des Nutzers treffen können.
Eine Auswahl ist angesichts des grossen Angebots oft schwer. Daher ist der Besuch des Akustikers auch
in diesem Fall sehr hilfreich, kann er doch die Beratung auf die individuellen Bedürfnisse und
Hörschwierigkeiten abstimmen.

Wichtig ist es, dem Akustiker die persönlichen Schwierigkeiten genau zu erläutern (laute Umgebung,
Musik, Sprachverständnis, hohe oder tiefe Töne etc.). Aber auch, welche Situationen zu verbessern
sind und ob lieber ein dezentes oder auffälliges Gerät bevorzugt wird. So kann
der Akustiker ein geeignetes System für die ganz persönlichen Zwecke aussuchen.

Ein Hörgerät sollte jeweils mind. 2 Wochen lang getestet werden. Manchmal braucht es etwas Zeit
bis das passende Hörgerät gefunden ist, aber es lohnt sich.

Bei vielen Menschen kann man beobachten, wie sehr sich ihre ganze Lebensqualität verbessert hat,
nachdem sie sich endlich ein Hörgerät zugelegt haben.

Was das Äussere betrifft: Je geringer der Hörverlust, desto kleiner das Hörgerät. Es gibt in den
niedrigen Bereichen modisch ausgefallene HdO-Geräte mit ganz dünnem Schlauch und fast
unsichtbaren Ohrpassstücken (Otoplastiken). Aber auch grössere Geräte können inzwischen farblich
angepasst werden und bei den Otoplastiken gibt es (fast) keine gestalterischen Grenzen!